Diagnostische Kompetenz von Grundschullehrkräften bei der Erstellung der Übergangsempfehlung: Untersuchungen zu ökologischen Validität von Fallvignetten

SCHEME: INTER

CALL: 2009

DOMAIN: ID - Humanities and Social Sciences

FIRST NAME: Sabine

LAST NAME: Krolak-Schwerdt

INDUSTRY PARTNERSHIP / PPP: No

INDUSTRY / PPP PARTNER:

HOST INSTITUTION: University of Luxembourg

KEYWORDS:

START: 2010-02-01

END: 2012-01-31

WEBSITE: https://www.uni.lu

Submitted Abstract

Das Projekt untersucht die diagnostische Kompetenz von Lehrkräften für die Erstellung der Übergangsempfehlung auf die weiterführende Schule. In der ersten Phase des Projekts verwenden wir Fallvignetten, die Lehrpersonen in verschiedenen experimentellen Bedingungen vorgelegt werden. Dabei gehen wir davon aus, dass sich die diagnostische Kompetenz in der Beurteilung dieser Fallvignetten zeigt. Diese Annahme kann in Zweifel gezogen werden: Es stellt sich die methodologische Frage, ob die Beurteilung von Fallvignetten ökologisch valide ist, d.h. ob damit die Entscheidungssituation von Lehrkräften abgebildet werden kann, die komplexe Kontext- und Personenmerkmale nutzen, um eine Übergangsempfehlung für ihre Schüler/-innen zu geben. Diese Frage steht in der zweiten Projektphase im Zentrum. Wir variieren, inwieweit in Vignetten dargebotene Fälle andersbeurteilt werden als reale, eigene Schüler/-innen (Experiment 1) bzw. wie sich die Variation von Kontextinformationen in Fallvignetten auf die Informationssuche (Experiment 2) und die Empfehlung (Experiment 2) auswirken. Der Untersuchung der ökologischen Validität von Fallvignetten kommt im Rahmen des Schwerpunktprogramms entscheidende Bedeutung zu: In verschiedenen Projekten wird die Bearbeitung von Fällen genutzt, um Kompetenzen zu erfassen und zu modellieren. Inhaltlich greifen wir auch im Folgeantrag auf Theorien der sozialen Urteilsbildung zurück, die wir auf die Grundschulempfehlung anwenden. Wir untersuchen, von welchen Merkmalen der Entscheidungssituation und der zu beurteilenden Fälle es abhängt, ob Personen eine gründliche, informationsintegrierende Strategie der Entscheidungsfindung verwenden. Davon unterscheiden wir eine heuristische Strategie, die anfällig für Urteilsverzerrungen ist – beispielsweise für soziale Stereotype.

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